Das zweite KIWi Beethoven-Quiz ist gelöst!

 

Über die CD „Ins Stille Land“ dürfen sich

 

Stassa Mattheu-Thomas und

 

Konstanze Kaas freuen.

 

Das Kreativ-Tagebuch „Unser Leben in Corona-Zeiten“ geht an Thomas Tillich.

 

Herzlichen Glückwunsch!

 

Drei Stücke Ludwig van Beethovens und eine Hommage an ihn mussten aus der #beetweet-Komposition von Martin Brenne, eingespielt vom Signum Quartett, herausgehört werden. Es waren dies die Nummern:

 

1      Motiv der Sinfonie Nr. 5 c-Moll – Allegro con brio  

2      Roll over Beethoven – Chuck Berry

7      Ich liebe Dich, so wie Du mich 

8      Für Elise

 

Bei der gesuchten Jahreszahl handelt es sich um das Todesjahr Beethovens: 1827.

 

Im Februar erwartet Sie unser drittes Beethoven-Quiz. 

Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute!

 

Ihr KIWi-Team 

Das KIWi Beethoven-Quiz

 

Unterstützt von Bürgermeisterin Alexandra Gauß

 

Unser erstes Beethoven-Quiz ist gelöst. And the winner is … Nein, wir haben nicht nur einen, wir haben vier Sieger*innen. Ihre Antworten waren alle sehr überzeugend.

Unsere Glückwünsche gehen an

 

Jakobus Böhnisch

 

Bettina Brockhorst

 

Stassa Mattheou-Thomas

 

und Volker Schütte.

 

 

 

Ebenso an

 

Monika Tillich

 

und Bärbel Würth,

 

die einen ehrenhaften zweiten Platz belegen.

 
Gerne hätten wir die Preise – die Beethoven-Biografie „Akkord der Welt“ und die Joseph Haydn-Biografie – persönlich überreicht, doch aufgrund von Corona und mit Blick auf die Gesundheit aller verzichten wir momentan auf Veranstaltungen. 

Prof. Dr. Matthias Henke  © Matthias Henke
Prof. Dr. Matthias Henke © Matthias Henke

Matthias Henke, Autor des Buches „Akkord der Welt. Beethoven, Biografie“ (München, Hanser 2020) und des KiWi Beethoven-Quiz 1:
 
"Man hat mich gebeten, die von mir gestellten Fragen selbst zu beantworten. Das ist gar nicht so leicht. Nicht weil ich keine Antwort wüsste, sondern weil es deren viele gibt. Das haben auch die eingegangenen Lösungen gezeigt. Ich möchte hier nur kurz skizzieren, woran ich bei den Fragen vorrangig gedacht habe." 
 
Frage 1
 
Suchen Sie im Internet das Beethoven-Porträt von Joseph Karl Stieler auf. Können Sie kurz erläutern, weshalb in dem Gemälde die Farben, Blau, Weiß und Rot dominieren?
 
Stieler hat ein idealisierendes Porträt geschaffen, das Beethoven als Kraftmenschen in kämpferischer Pose zeigt – die Wahl der Farben soll dies unterstreichen, sie spielen auf die französische Trikolore und die freiheitliche Gesinnung des Komponisten an. Von seiner Krankheits- und Leidensgeschichte erzählt es nichts, vielleicht auch deshalb, weil es ein Auftragswerk der Brentanos war, dem mit ihm eng befreundeten Ehepaar.
 
Frage 2
 
Johann Nepomuk Mälzel, ein bedeutender Mechaniker, fertigte speziell für Beethoven eine Reihe von Hörhilfen an. Musikhistorisch bedeutend wurde er aber durch andere Erfindungen, die Sie kurz benennen könnten (hier sind mehrere Antworten möglich). 
 
Neben dem Metronom dachte ich hier vor allem an das Panharmonikon, jenen riesigen Musikautomaten, für den Beethoven ursprünglich seine Programmmusik „Wellingtons Sieg oder der Schlacht bei Vittoria“ (1813) komponiert hatte. Erwähnenswert ist hier auch noch der „Mechanische Trompeter“, den Beethovens Kollegen Jan Ladislav Dussek und Ignaz Pleyel mit Werken bedachten.
 
Frage 3
 
Besuchen Sie online den Bonner Münsterplatz. Betrachten Sie das dort stehende Beethoven-Denkmal von Ernst Hähnel. Sie sehen, dass der Bildhauer den Komponisten schreitend abgebildet hat. Wofür steht diese symbolische Darstellung? 
 
Sicher, dieses Bewegungsmuster kann ganz allgemein als Symbol für Beethovens Progressivität gedeutet werden. Ich dachte hier aber speziell an seine kurz nach 1800 getätigte Äußerung, kompositorisch einen "neuen Weg" zu beschreiten, wie sein Schüler Carl Czerny überlieferte. 
 
Frage 4
 
1818 war Beethoven zwar nicht völlig ertaubt, aber seine Erkrankung war so weit fortgeschritten, dass er einer Unterhaltung oder Besprechung nur noch mühsam folgen konnte. Wie behalf er sich? 
 
Durch die vielzitierten Konversationshefte, in die seine Besucher*innen ihre Fragen hineinschreiben konnten. Möglicherweise gab es insgesamt etwa 400 von ihnen, 139 sind erhalten. Sie stellen eine wichtige Quelle für die Beethoven-Forschung dar, immerhin teilen sie uns mit, was Beethoven seinerzeit bewegte.
 
Frage 5
 
Gehen Sie auf die Website des Beethoven-Hauses Bonn. Suchen Sie dort das Autograf (das eigenhändige Manuskript) von Beethovens Liederzyklus „An die ferne Geliebte“ auf. Blättern Sie bis zu Bild 26 vor (siehe Leiste oben oder unten, je nach Endgerät). Was ist an diesem Blatt erstaunlich oder bemerkenswert? 
 
Hier kam es mir weniger auf die Details als auf die heftigen Korrekturen an, die spüren lassen, wie Beethoven sich ‚abarbeitete‘, erregt von seiner schöpferischen Fantasie. Das rüde Manuskript steht in einem denkwürdigen Kontrast zu der ätherisch leichten Musik, in der die zärtlichen Töne dominieren. 

 

***

  

Bevor am 16.12. unser zweites Beethoven-Quiz startet, hier noch ein „Veranstaltungs“-Tipp:


Ab 10.12. können Sie über folgenden Link den Vortrag „immer das Ganze vor Augen“. Einiges zu  Beethovens Gedankenwelt“ von Matthias Henke folgen:

https://uni-salzburg.at/index.php?id=29868&L=2&MP=44700-200607%2C200415-200515